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"Oh Tannenbaum"

Auf einen Weihnachtsbaum - der übrigens erst im 19. Jahrhundert in Mode kam und daher keinesfalls einer "uralten Tradition" entspricht - kann aus verschiedenen Gründen verzichtet werden, die ökologische, praktische, gesundheitliche und auch soziale Aspekte betreffen.

So werden für die Bäume, die ausschließlich für das Weihnachtsgeschäft gepflanzt werden, riesige Monokulturen angelegt, die den Böden schaden, deren Erosion beschleunigen und wichtige Lebensräume für Wildtiere und andere Baumarten zerstören. 

Und wie bei Monokulturen üblich, können sich diese nicht selbst schützen, was den Einsatz von chemischen Spritzmitteln wie Pestiziden, Herbiziden und Fungiziden erforderlich macht, um Unkraut und Schädlinge zu bekämpfen - und Rückstände dieser krebserregenden Chemikalien dünsten dann natürlich auch später bei Kerzenlicht im Wohnzimmer aus.

Nach den Feiertagen müssen die mittlerweile vertrockneten und abgestorbenen Weihnachtsbäume entsorgt werden, was zu einem erheblichen Abfallproblem beiträgt. Deren Entsorgung bindet zusätzliche kommunale Ressourcen und kann in großen Städten durchaus zum Problem werden. 

Darüber hinaus ist die CO2-Bilanz des Weihnachtsbaum-Business mehr als ungünstig, da die Bäume schon nach wenigen Jahren gefällt werden und daher kaum CO2 speichern können. Von überflüssigen Baumtransporten aus dem Ausland und deren Folgen für den CO2-Fußabdruck will ich erst gar nicht reden.

Wer auf einen Weihnachtsbaum verzichtet, kann daher einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Außerdem gibt es jede Menge nachhaltigere Alternativen wie wiederverwendbare Dekorationen, DIY-Lösungen oder digitale Festgestaltung. Auch das Feiern ohne Baum kann problemlos mit neuen oder traditionellen Ritualen und Gemeinschaftserlebnissen verbunden werden.

Betrachtet daher unser Handeln einfach mal aus einer anderen Sicht: Einfach mal darüber nachdenken, was wirklich wichtig ist und nicht an angeblich alten und umweltschädlichen Traditionen festhalten, nur um uns selbst zu feiern und dabei völlig außer acht zu lassen, dass auch Bäume Lebewesen sind und wir nur Teil eines Ökosystems sind, dass ohne Bäume nicht funktionieren würde.