"Der Krötenmann"

Diesen Song habe ich schon im November 2008 niedergeschrieben und zunächst einmal zur Seite gelegt. Vor einigen Wochen kam er mir wieder in die Hände, und sofort hatte ich das Gefühl, ihn jetzt umsetzen zu müssen.

In dem Stück geht es um einen Krötenmann und seine Reise - allerdings steht der Krötenmann hier auch stellvertretend für alle anderen in Freiheit lebenden Arten, deren Lebensraum durch uns Menschen zunehmend eingeschränkt wird und deren Überleben in höchstem Grade gefährdet und bedroht ist.

Ich will mit diesem Song keineswegs aussagen, dass alle Menschen gnaden- und herzlos wären, denn es gibt tatsächlich Menschen, die sich für den Schutz und die Lebensqualität unserer Mitgeschöpfe einsetzen. Nichtsdestotrotz würde ich mir von allen Menschen mehr Achtsamkeit und Rücksichtnahme gegenüber der Tierwelt sowie der Schöpfung im Allgemeinen wünschen.

Vielleicht gibt es ja für euch und für mich in der Zukunft den einen oder anderen Augenblick, in dem wir durch Mitdenken und Einfühlungsvermögen einfach einmal einer der anderen Arten, die diese Welt bevölkern, den Vorrang einräumen. Einfach für den Augenblick; einfach für ein rücksichts- und respektvolles Miteinander.


"Be Gone"

Als Sid die instrumentale Vorproduktion dieses von ihm ursprünglich für Antichrisis komponierten Songs fertig hatte, gab er mir das Stück und meinte, dass ich dazu doch in meiner Phantasiesprache eine Gesangslinie improvisieren könne, da ihm beim besten Willen keine vernünftige Gesangsmelodie einfallen wolle. Bei mir kristallisierte sich jedoch erstaunlich schnell eine diesbezügliche Idee heraus, und da uns beiden das Resultat meiner improvisierten Vocals bestens gefiel, fehlte nun eigentlich nur noch ein richtiger Text.

Sid schlug vor, dass ich einfach all die Bilder, Erinnerungen und Gefühle, die ich beim Singen dieses Songs hatte, in kurzen Sätzen und Stichworten auf einem Blatt Papier festhalten solle. Das Ergebnis dieses Brainstormings überarbeitete Sid ein wenig und übersetzte es ins Englische: Der dadurch zustande gekommene Text hat mich wirklich fasziniert, da er all das, was ich beim Singen fühlte und in mir spürte, absolut treffend wiedergab, so dass ich es selbst nicht besser hätte formulieren können.

Daraufhin konnte ich mich an die eigentlichen Gesangsaufnahmen machen und tat das mit einer riesigen Begeisterung, da ich in diesem Song nun völlig bei mir war und mein Innerstes nach Außen kehren konnte.

Nachdem Sid die finale Produktion mit meinen Gesangsaufnahmen und das dazugehörige Mastering abgeschlossen hatte, war "Be Gone" fertig - und wie wir es in solchen Fällen immer machen, hörten wir uns das fertiggestellte Stück mehrfach an. Nach einiger Zeit sagte Sid zu mir, dass sich "Be Gone" für ihn eher nach einem Ayuma- als nach einem Antichrisis-Song anhören würde, weil darin zu 100 Prozent meine Geschichte und mein Wesen zum Ausdruck kämen. In diesem Song sei so viel von mir zu hören und zu spüren, dass er eigentlich viel besser zu Ayuma als zu Antichrisis passen würde - und da ich es seltsamerweise genau so empfand, konnte ich Sid nur zustimmen und habe dieses Angebot dankend angenommen.

Deshalb wird "Be Gone" nun unter der Flagge von Ayuma veröffentlicht, denn dieser Song erzählt von einem wichtigen Kapitel meiner Geschichte.



"Wenn ich Dich heute seh'"

Der Song "Wenn ich Dich heute seh'" entstand eigentlich schon im Januar 2009, doch aufgrund der Arbeit an Antichrisis’ letztem Album “Not Fade Away" sowie meiner beiden zuletzt veröffentlichten Songs wurde "Wenn ich Dich heute seh'" immer wieder aufgeschoben.

Die Inspiration dazu bekam ich eines Abends in einer Musikkneipe. Dort traf ich auf eine Frau im Publikum, die ich noch sehr gut aus meiner Jugend kannte: Eine Frau, die ihren Selbstwert aus der Summe der Eroberungen gebundener Männer bezog. Wenn sie einen weiteren Strich auf ihrer Liste machen konnte, war diese “Affäre” für sie auch schon Vergangenheit - die durch ihre Aktion zu Bruch gegangene Beziehung des Mannes jedoch in vielen Fällen ebenfalls.

Als ich sie an diesem Abend nach all den Jahren wieder sah, war ich fast erschüttert, denn aus diesem ehemals wunderschönen und energiegeladenen, jedoch zugleich zerstörerischen Engel war eine blasse, kaum wahrnehmbare Person geworden, deren einstmals strahlend blaue Augen mir nun stumpf, leer und leblos erschienen. Doch ehrlich gesagt wunderte es mich nicht, denn ich kannte ihre Geschichte und ahnte daher, was mit ihr passiert war.

Ein paar Nächte später wachte ich plötzlich auf, setzte mich hin und schrieb diesen Song.


"Liamo Soleo"

Ein Song in einer von mir entwickelten Phantasiesprache. Eine gewisse Stimmung gibt dieses Stück zwar vor, doch um was es darin konkret geht, ist völlig Euch, Eurer Phantasie und Euren Gefühlen überlassen. Das, was beim Hören an Gedanken und Bildern in Euren Köpfen erscheint, soll für jeden der ganz persönliche Inhalt des Songs sein.

Die Entscheidung, einen Song in Phantasiesprache zu machen, hatte aber jedoch noch einen weiteren Grund,
denn uneingeschränkt von sprachlichen Regeln und Grenzen, von grammatikalischen Vorgaben und sonstigen Erfordernissen, konnte ich hier dem Weg meiner Stimme, den sie ganz von selbst einschlug, folgen und dabei meinen Emotionen und den daraus entstehenden Tönen auf ihrem Weg durch "Liamo Soleo" freien Lauf lassen.

"Grey Mania"

Nachdem die Produktion des neuen Antichrisis-Albums “Not Fade Away” abgeschlossen ist, ist auch endlich wieder Raum und Zeit für den einen oder anderen Ayuma-Song.

Der erste davon ist "Grey Mania”: Diesen Song möchte ich jenen Menschen widmen, die unter Depressionen leiden. In “Grey Mania” habe ich den Gefühlen, die in solchen Momenten die Führung über die Psyche und das eigene Denken übernehmen, eine Stimme gegeben und versucht, diese emotionale Bedrohung in Musik umzusetzen.

“Grey Mania” klingt ebenso bedrückend wie die Depressionen, die leider für viele zu einem Teil ihres Lebens geworden sind.

"Not Fade Away"

Endlich! Das neue Album unseres Duo-Projekts "Antichrisis" ist da!

Eigentlich wollten wir es schon zu einem früheren Zeitpunkt fertiggestellt haben, da wir jedoch beide berufstätig sind, mussten die Arbeiten daran auf unsere Feierabende und die Wochenenden gelegt werden; doch wir hatten so viel Freude und Spass daran, an diesen Songs zu arbeiten, dass die Energie dafür von ganz alleine da war.


Schaut Euch den Album-Trailer an:




Das komplette Antichrisis-Album steht auf Bandcamp als Download-Album zur Verfügung.

Wir wünschen Euch viel Spass beim Erkunden der unterschiedlichen Stile dieses Albums.



Not Fade Away



"Night Train"

Dieser Song hatte viele Umwege bis zu seiner letztendlichen Form zu nehmen.

Zuerst war er eine Art von Gothic-Metal-Ballade aus Sids Vergangenheit. Ich hörte das Demo und war begeistert. Munter machte ich mich an die Gesangsaufnahmen - doch egal, wie ich es auch anging, ich war mit den Ergebnissen einfach nicht zufrieden.

Daraufhin kam Sid auf die Idee, diesem Song ein völlig neues Arrangement zu verpassen. Gesagt getan: Als ich das Ergebnis hörte war, ich sofort Feuer und Flamme. Also wieder ab in die Gesangskabine, denn nun sollte es klappen - so dachten wir jedenfalls, doch noch immer weit gefehlt, denn der melancholische Text über eine verflossene Liebe passte überhaupt nicht mehr zu dem neuen, nach vorne preschenden Arrangement des Songs.

Aber wenn uns eine Sache gut gefällt, geben wir ja nicht so schnell auf. Kurzerhand schrieb Sid einen völlig neuen Text für diesen Song und gab ihm einen neuen Titel. Damit machte ich mich wieder an die Aufnahmen, der Gesang passte nun einwandfrei und wir waren beide endlich vollauf zufrieden mit dem Ergebnis.

Somit sind von der ursprünglichen Version des Songs nur noch die Basis-Akkorde übrig geblieben, und aus "Stone Rain" wurde "Night Train"

Die neue Stilrichtung des Songs war dabei auch für uns völliges Neuland, das wir jedoch dank der tatkräftigen Mithilfe von Tilo Rockstroh beim Bläser-Arrangement zuversichtlich betreten konnten.

Viel Spass beim Hören!

"Walking With Angels" and "Creatures of a Jade Lagoon"

Viel zu schnell war unser wunderbarer Urlaub in Südengland/Cornwall vorbei. Doch die zweieinhalb Wochen, die seit unserer Rückkehr vergangen sind, haben wir wieder fleissig für die Arbeit an der Musik genutzt.

"Walking With Angels" und "Creatures of a Jade Lagoon" von Antichrisis wurden aufgenommen und produziert und stehen auch schon auf der Song-Seite für Euch bereit.

Darüber hinaus habe ich auch den Song "Adrenalin" nachträglich mit eingestellt, da ich dies nach dessen Fertigstellung einfach versäumt hatte.





“The Fire Went Out” und “Wasted Time

Wieder mal zwei Songs aus der Feder von Sid, also von Antichrisis. Sie sind schon vor einiger Zeit fertiggestellt und somit bereits auf der Antichrisis-Website veröffentlicht worden. 

Heute will ich dies auch endlich nachholen, da es sich bei “The Fire Went Out” und “Wasted Time” wieder um 2 Songs handelt, die mich völlig überzeugen und bei denen mir die Gesangsarbeit so richtig Freude gemacht hat. 

Auch Songs aus meiner Feder werden Anfang 2012 wieder in Angriff genommen; den Rest des Jahres 2011 wollen ich und Sid jedoch komplett Antichrisis widmen. Auch unser lange geplanter Urlaub in Cornwall rückt immer näher, auf den wir uns schon jetzt wie die kleinen Kinder freuen - aber nach diesem Urlaub geht es wieder mit voller Kraft ans kreative Werk.

Ich wünsche Euch viel Spass mit den beiden neuen Antichrisis-Songs.




"Lament for Kira"

Die Natur und ihre Bewohner strotzen wieder vor Kraft und das Osterwetter setzte dem Ganzen dann auch noch die strahlende Krone auf. Aber so schön und lebendig, wie es da draussen gerade ist: Wir sind dieser Tage einfach nur traurig.

Vor einem halben Jahr haben wir aus dem Tierheim unsere beiden Katzen und Weggefährten, Whisky und Kira, geholt. Lustig, jung und wild tobten sie unseren Apfelbaum vorm Fenster rauf und runter. Aber ein Teil des Glückes währte nur für kurze Zeit: Am 19.04.2011 wurde unsere Kira von einem Auto überrollt - mitten auf dem Land, auf dem eigenen Hof. Wir sind noch immer fassungslos.

In ihrer unglaublichen Selbstverständlichkeit und ihrem sofortigen Vertrauen in uns war sie einfach ein Sonnenschein. Für sie gab es nichts Gefährliches, nichts Böses; nichts, was ihre pure Lebensfreude je hätte beeinträchtigen können. Wenn sie über den Baum nach Hause geflitzt kam, ging in unserer Wohnung gleich noch mal die Sonne auf. Nun bleibt sie aus: Der Apfelbaum steht noch immer vor dem Fenster, doch Kira wird hier nie mehr nach Hause kommen.

Jetzt muss unser Kater Whisky unsere geballte Liebe gleich für Zwei aushalten - und das tut er wohlig schnurrend, wobei aber auch er immer wieder nach dem Apfelbaum schaut, ob seine beste Spielgefährtin nicht doch noch einmal zurück kommt.

Auch Sid musste diesen Verlust irgendwie verarbeiten und schrieb deshalb für sie den Instrumental-Song "Lament for Kira". Er hat ihr Wesen in diesem Stück wunderbar getroffen, denn so, wie dieser Song klingt, so war sie.
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Dark Feather

Wenn Ihr nicht schon durch meine Links darauf aufmerksam geworden seid, dann möchte ich hier noch einmal auf das Online-Magazin Dark Feather hinweisen, das mit grosser Offenheit für viele Stilrichtungen und mit viel Herz über die Schwarze Szene berichtet. In der aktuellen Ausgabe Nummer 15, findet Ihr u.a. auch ein Interview mit mir, ausserdem ist auf dem beiliegenden Sampler mein neuester Song "Sadness Of Earth" vertreten.

"Sadness of Earth"

Nach den sechs quälend langen Wochen, in denen ich infolge einer Kehlkopfentzündung nicht singen konnte/durfte, hat sich im Anschluß sofort ein neuer Song seinen Weg in die Freiheit gebahnt - wie eine Art Befreiungsschlag der wiedererlangten Lust am Singen. Sid hat diesen kreativen Ausbruch dann auch gleich in die Mache genommen und ihn umgehend instrumentiert und produziert. So kam es, dass in nur wenigen Tagen dieses aus einer spontanen Improvisation geborene Stück fertiggestellt werden konnte.

"Sadness of Earth" verfügt über keinen Text im klassischen Sinn: Das einzige Wort, das bei all den schlimmen Bildern zu dem Thema "Mensch im Umgang mit Tier und Natur" beständig gegen meine Schläfen hämmerte, war ein schreiendes "Warum" - und somit besteht der Text dieses Stücks aus der ständigen, manchmal zornentflammten, manchmal tieftraurigen Wiederholung des Wortes "Why?".

Aus dem Krankenbett

Vermutlich habe ich zur Zeit viele Leidensgenossen beim Thema "Virusinfektion". Dummerweise habe ich anscheinend vor einigen Wochen lauthals "HIER" geschrien, als sich dieser Mist ausbreitete. Dadurch hat sich bei mir eine Kehlkopfentzündung entwickelt, die mich nun dazu verdonnert, den Schnabel zu halten. Somit darf ich momentan weder sprechen und erst recht nicht singen. Das ist natürlich doppelt gemein, da ich zum einen ohne Singen nur ein halber Mensch bin und zum anderen mein Mann nun in allem, was er sagt, immer recht behält, da ich ja nicht widersprechen kann/darf - und das geht gar nicht!

Umzug der Website

Nachdem unser häuslicher Umzug gut überstanden war, entschloss ich mich, nun auch endlich meine Website umziehen zu lassen - und zwar nicht nur in Bezug auf die Webadresse, sondern auch optisch. Ich hoffe, das neue Erscheinungsbild findet bei Euch Anklang und verursacht Lust darauf, immer wieder mal vorbei zu schauen.